Bad Fürth


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Heilquellen hin, Heilquellen her. Fürth ist mit seinen Bemühungen, Kurstadt zu werden, immer wieder baden gegangen.

Als es noch Könige und Kaiser gab, fing's an. König-Ludwig-Quelle nannte man es, dem herrschenden Regenten zu Ehren (oder seinem Finanzsäckl, das weiß man nie.)
Es war alles schon fast fertig gebaut: Wandelhalle, Trinkhalle, Liegehalle... und wupps, kam der Erste Weltkrieg dazwischen. In den Dreißigern versuchte man einen neuen Anfang. Und wupps kam der Zweite Weltkrieg dazwischen. Kein Geld. Ging für's Töten drauf.

In den Fünzigern hätte man es wieder versuchen können. Heilquelle ausbauen, Gelände kurfähig machen. Und wupps kam Grundig dazwischen. Die bauten auf dem Gelände Röhrenradios. Und die Mitarbeiter durften in den Pausen sich durch's Wasser heilen, sich dran laben und dann labern.

Inzwischen sprudelt, fern ab von Ex-Grundigs Firmengelände, nach gelungener Tiefbohrung im Scherbsgraben heilsamer Quell. Darin lassen die Menschen ihre Leiber schwimmen und in architektonischen Landschaften die Seelen baumeln.

Baden in Fürth hieß allzeit: Baden im Fluss. Im Freibad. Und Freibad hieß in Fürth von je her, dass der Eintritt frei ist. Basta.


Nette Seite dazu: Flussbad Fürth