Fußgänger und ihre neue Zone

Weit weit mussten sie reisen, die hellen, rauhen Steine des Bodens. Viele Liter Treibstoff von China bis hierher. Nun hätte bei günstigerer Energiebilanz der Steinhaufen auch hierzulande gekauft werden können. Aber, bitte... Man lässt sich nicht lumpen.
Warum allerdings manch böse Zunge behauptet, "des is ja wohl die deuerste Glo-Rinne der Welt!" bleibt dem gemeinen Betrachteter vermutlich verborgen. Die längste in jedem Fall.
Was andere Städte vielleicht haben mögen - hier ist nichts davon: Bänke*, Bäume*, Laternen*. Dafür haben wir die schöneren Gullideckel.
Radfahrer jedenfalls nutzen die Rinne für Geschicklichkeitstests und Geländetraining.
Gehend bekommt man immer einen Mitten-Drall. Es zieht einen, ohne dass man's will, von den Geschäften weg.
* Bäume sind inzwischen da. Die Metall-Hocker lassen niemanden hockenbleiben. Und Laternen gibt's auch: Brennstäbe an einigen Enden der Fußg-Zone. Und Spot-Srahler an den Häuserwänden. Das hat den Vorteil, dass keine Drähte über der Straße gespannt sind und der freie Blick nach oben in den Himmel nicht gestört wird. Und manches mal denkt wohl der Schlendernde, dass es besser ist in den Himmel zu schauen, als die feilgebotenen Ware zu beäugen.
Aber so viel Platz wie hier auf dem Bild ist längst nicht mehr, denn Händlerinnen und Händler engen mit herausgestellten Waren die Straße zu einer Slalomstrecke ein.
